Die verschiedenen Seiten des Reisens…

Es gibt uns noch! Auch wenn es lange kein Lebenszeichen auf diesem Blog gab. Und ja, ich habe auch noch weitere spannende Frauen getroffen und zig Geschichten im Kopf, doch die Zeit zum Aufschreiben ergab sich scheinbar bis jetzt nicht.

Eigentlich habe ich momentan „endlos“ Zeit und kann frei über (fast) jede Minuten entscheiden und trotzdem ist kein neuer Artikel seit über 8 Wochen entstanden…

 

Ich genieße es, mich einfach mal treiben zu lassen. Kaum Pläne, keine To Do’s und mir Zeit für die kleinen Dinge zu nehmen.

Früher wäre ich unruhig geworden und hätte das Gefühl gehabt, dass ich etwas Produktives tun muss. Man darf doch die kostbare Zeit nicht einfach vergeuden. Darf man doch!

Und das Beste: das Gegenteil ist der Fall. Statt blind nach etwas zu suchen, dass nützlich ist und man tun soll, passiert so viel Schönes, wenn man alles einfach auf sich zukommen lässt…

  • Zufällige Begegnungen

…wie die Begegnung mit einer Mutter und ihren beiden erwachsenen Töchtern im Nirgendwo in der Türkei. Nur eine kurze Frage an die drei, hat dazu geführt, dass wir zum gemeinsam Tee trinken eingeladen wurden. Frisches Obst, Sonnenblumenkern und allerlei andere Snacks wurden uns angeboten und trotz Sprachbarrieren haben wir viel gelacht.
Der Zufall ist schon ein witziger Wegbereiter, denn die Mutter fliegt bereits im Februar nach Frankreich und landet an welchem Flughafen? Genau, Basel-Mulhouse direkt bei uns um die Ecke.

  • Schönheit in Details

…wie das Entdecken der Details in der Masjid Jamee in Yazd. Dort haben wir uns einfach mal eine halbe Stunde hingesetzt und das Frontportal studiert. Plötzlich entdeckt man versteckte Muster und kleine Unebenheiten, die es noch viel schöner und besonderer für uns machten.

  • Kein Stress selbst in hektischem Umfeld

…wie beim Verlängern unseres Visums in Isfahan. Völlig egal, wenn es auf dem Amt auch mal fast 4h dauert. Wir haben Menschen aus Afghanistan kennengelernt und lustige (fast sportliche) Verhandlungen mit den Beamten geführt.

  • Vertrauen haben

…wie der Moment, als wir nach 4h Wanderung alleine am Gipfel des Shir Kuh (4055m) angekommen sind und sich zwei vermummte Männer näherten. Um die Schulter des einen hing unübersehbar ein großes Gewehr. Im Endeffekt waren es einfach zwei wahnsinnig nette Jäger, die noch Fotos von uns gemacht haben (siehe Titelbild).

Ich freue mich darauf, noch weitere Seiten des Reisens zu entdecken. Weitere Frauen zu treffen und ihre Geschichten aufzuschreiben. Aber auch meine Geschichte weiter niederzuschreiben, wie sich mein Blick auf Dinge ändert…

 

 

 

2 Kommentare zu „Die verschiedenen Seiten des Reisens…

  1. Schöne Gedankengänge. Vor allem, den Druck, etwas produktives tun zu müssen hat mich an mich erinnert, aber auch an meine veränderte Sichtweise der Dinge. Freu mich auf unseren Ideenaustausch die Tage in Barcelona!

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